Wir sind das Internet

Behörden sammeln Daten im Stil von Google

Posted in Computer, Datenschutz, Gesellschaft, International by netzlinks on 9. Juni 2010

Die ganzen Ablenkmanöver Richtung Google und Facebook sind meiner Meinung nach einfach lächerlich.

Noch einfacher und ökonomischer kann Datenbeschaffung gar nicht betrieben werden. Ein Skandal wäre nahe wenn Schergen der Behörden selbst auf Sammeltour gegangen wären. Hoffe mal die Datenschützer wissen mit den Daten umzugehen und vertraue in erster Linie auch darauf. Das Problem ist einfach nur, dass je mehr Finger im Spiel sind…

http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Behoerden-jetzt-im-Besitz-der-StreetViewDaten/story/29290002

Lasst euch das nicht gefallen

Posted in Datenschutz, Deutschland, Gesellschaft by netzlinks on 14. Dezember 2009

Dieser Fall ist ja an Dreistigkeit kaum zu überbieten, da werden eifrig, vermutlich entgegen jeglicher Gesetze, intime Details unbescholtener Bürger gesammelt und jeder lässt es zu.

Aber hallo wenn ich nicht im geringsten etwas damit zu tun habe, dann opfere ich auch keine Zeit dafür, schon gar nicht lasse ich mir Körperflüssigkeiten entnehmen wie in dieser Geschichte:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Polizei-und-Schulen-in-Baden-Wuerttemberg-verstossen-gegen-Datenschutz-885287.html

Besonders wenn ihr unschuldig seid, erst Recht darauf beharren. Es ist euer gutes Recht eure Daten für euch zu behalten!

Amerikanische Bürgerrechtler wollen Auskunft über Regierungsaktivitäten in sozialen Netzwerken

Posted in Datenschutz, Gesellschaft, International, Netzwelt by netzlinks on 3. Dezember 2009

Es häufen sich die Fälle in denen aufgrund von Aktivitäten in sozialen Netzwerken Ermittlungen eingeleitet werden. Teils werden sogar digitale Beweise gesammelt. Auch Arbeitgeber haben anscheinend Zeit Ihren Mitarbeitern in sozialen Netzwerken hinterher zu schnüffeln. Amerikanische Bürgerrechtler fordern nun von ihrer Regierung Auskunft über deren Aktivitäten, die nicht selten „undercover“ geschehen.

Ein Zeitungsartikel des Boston Globe lasse darauf schließen, dass sich Polizisten mit Hilfe von gefälschten Accounts auf Facebook und anderen Netzwerken als Undercover-Ermittler betätigten. Andere Ermittler suchten in Social Networks nach Belegen für den Alkoholkonsum Minderjähriger.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Buergerrechtler-verlangen-Auskunft-ueber-Regierungsaktivitaeten-in-Social-Networks-874958.html

Machte sich Wikileaks strafbar?

Posted in Datenschutz, Deutschland, Gesellschaft, Zensur by netzlinks on 2. Dezember 2009

Nach der Veröffentlichung der Maut-Betreiber Toll Collect Verträge im November, äusserte sich nun als erstes das Verkehrsministerium. Laut der Aussage des Schreibens sei in diesem Fall ein:

strafbarer Verrat von Geschäftsgeheimnissen begangen worden, der zu „Schadensersatzansprüchen des Vertragspartners Toll Collect gegen den Bund“ führen könne.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/LKW-Maut-Strafbarer-Verrat-durch-Wikileaks-874385.html

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Der Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür klagt gegen Google

Posted in Datenschutz, Gesellschaft, Schweiz by Ramona on 13. November 2009

Wie schon angekündigt ist Hanspeter Thür vor das das Schweizer Bundesverwaltungsgericht gezogen. Er will erreichen, dass der US-Internetdienstleister bis zu einer Gerichtsentscheidung keine Bilder aus der Schweiz mehr ins Internet stellen darf. Auch sollen weitere Aufnahmen in der Schweiz untersagt werden.

Auch habe Google sich nicht an Thürs Empfehlung gehalten, von einer niedrigeren Warte zu fotografieren. In Street View sei dank der Einblicke, die über Zäune, Hecken und Mauern gewährt werden, mehr zu sehen als ein gewöhnlicher Passant von der Straße aus sehen könne. Damit sei die Privatsphäre bei umfriedeten Höfen und Gärten nicht mehr gewährleistet.

Sagte der Schweizer Datenschützer der Presse.

 

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„Welche Verhütungsmittel nehmen Sie?“

Posted in Arbeitswelt, Datenschutz, Deutschland by Ramona on 11. November 2009

Diese Frage steht auf dem Bewerbungsbogen für eine Stelle beim Land Berlin. Aber auch detaillierte Angaben zu psychischen Krankheiten, Drogenkonsum, Alkoholgenuss und sogar Verhütungsmitteln werden verlangt. Zudem müssten  Bewerber alle behandelnden Ärzte, Psychologen und Heilpraktiker nennen, sowie alle psychischen Erkrankungen „mit Zeitangabe“ und sogar Entbindungen auflisten. Solche Fragen sind illegal, aber wen stört das wenn man einen Job benötigt?

Die Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) erklärte unterdessen gegenüber der FR, dass das Problem behoben sei, weil man jetzt einen neuen Fragebogen habe. Laut Frankfurter Rundschau enthält dieser aber ebenfalls unzulässige Fragen. Wie überraschend, der Berliner Senat wird nicht auf intime Details bei seinen Bewerbern verzichten. Das führt doch sicher zur Heiterkeit in den Amtsstuben.

 

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Datenpanne bei Hansenet/Alice

Posted in Datenschutz, Deutschland by Ramona on 10. November 2009

Bei dem Telekom-Anbieter Hansenet, der unter dem Markennamen Alice bekannt ist, hat es eine grobe Datenpanne gegeben, wie der NDR berichtete. Bei einem 48-Jährigen Hamburger landeten sensibele Kundendaten mit kompletter Bankverbindung  und die genaue Adresse plus  Stockwerk der Wohnung in seinem eMail-Postfach, weil dieser sich die Adresse alice@alice.de eingerichtet hatte. So einfach geht das also.

HanseNet bestätigte diese Panne und lieferte eine Erklärung: Vertriebspartner haben immer dann die E-Mail-Adresse alice@alice.de als Platzhalter in das Anmeldeformular eingetragen, wenn ein Neukunde von Alice keine E-Mail-Adresse angab. Deshalb seien die Daten auf dem Computer des 48-Jährigen eingegangen. Die E-Mail-Adresse hat Hansenet  inzwischen gesperrt.

Ein Sprecher des Bundesdatenschutz-Beauftragten Peter Schaar sagte: „Wir werden dem Sachverhalt nachgehen, um aufzuklären, was dahintersteckt“. Für den sicheren Umgang mit Kundendaten ist Hansenet verantwortlich.

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Erklärungsnotstand bei SchülerVZ und Justiz

Posted in Datenschutz, Deutschland by Ramona on 7. November 2009

svzIn einer Vorabmeldung zu der Spiegel-Ausgabe vom Montag wird der angebliche Erpressungsversuch von SchülerVZ durch dem 20-jährigen Matthias L., der sich später das Leben in der Untersuchungshaft nahm, gänzlich anders dargestellt, als von Justiz und SchülerVZ.

SchülerVZ hatte in einem Chat Matthias Geld angeboten und ihn per Taxi, dessen Kosten von 540 Euro man übernahm, nach Berlin fahren lassen. Dann verständigte man die Polizei und ließ ihn festnehmen. Das Protokoll des Chats liegt dem Spiegel vor.

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Deutschland: Auch beim NDR werden Bewerber zur Ader gelassen

Posted in Deutschland by Ramona on 4. November 2009

Es ist schon eine Farce. Vor kurzen hatten  NDR-Journalisten Daimlers umstrittene Bluttests anprangert und dabei entfachten sie eine breite öffentliche Diskussion. Nun wurde bekannt: Der NDR lässt selbst zur Ader.

Als eine „Unverschämheit“ habe sie die Blutuntersuchung im Bewerbungsverfahren empfunden, sagte eine NDR-Journalistin der taz. Grundsätzlich sei es dem Sender damit auch möglich, Hinweise auf eine Schwangerschaft zu erhalten, die er rechtlich gar nicht erfragen dürfe.

Der NDR bestätigte, dass allen Bewerbern, die einen Arbeitsvertrag erhalten sollen, Blut abgenommen werde.

via taz (THX)

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SchülerVZ: Anwalt erklärt es war keine Erpressung

Posted in Deutschland, Netzwelt by Ramona on 4. November 2009

Der 20-Jährige der sich in der Jugendstrafvollzugsanstalt Berlin-Plötzensee in U-Haft wegen des Verdachts der Erpressung saß und sich das Leben genommmen hatte, soll SchüllerVZ nicht erpresst haben. Im Gegenteil, SchülerVZ soll ihm Geld angeboten haben. Das jedenfalls schreibt sein Anwalt in einer Presseerklärung: Der Selbstmord eines jungen Mannes und die Mär von einem Datenklau.

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SchülerVZ-Datenklau-Verdächtiger nimmt sich in U-Haft das Leben

Posted in Datenschutz, Deutschland, Netzwelt by Ramona on 31. Oktober 2009

JVA Berlin Plötzensee

Der 20-Jährige wurde in seiner Zelle in der JVA Berlin-Plötzensee tot aufgefunden. Der Sprecher der Justizverwaltung, Bernhard Schodrowski, bestätigte dem Rundfunk Berlin-Brandenburg den Selbstmord des 20-Jährigen. Zu weiteren Einzelheiten wollte er nicht nennen. Der aus Erlangen stammende junge Mann war vor zehn Tagen in den Firmenräumen der VZ-Netzwerke im Berliner Stadtbezirk Pankow festgenommen und den ganzen Tag verhört worden. Er soll persönliche Daten von mehr als einer Million Nutzern aus SchülerVZ kopiert haben.

via Spiegel (THX)

Deutschland: Das Datenschutz-Problem der HartzIV-Software

Posted in Netzwelt by Ramona on 30. Oktober 2009

Auf Netzpolitik.org gibt es ein interessantes Interview mit Frau Annette Mühlberg, Leiterin des Referats für e-Government, Neue Medien und Verwaltungsmdodernisierung des Fachbereichs Gemeinden bei ver.di. Sie beschäftigt sich schon länger mit der Hartz4-Software und den Zuständen in den Arbeitsagenturen.

 

Deutschland: Daimler – Bis aufs Blut

Posted in Arbeitswelt, Datenschutz, Deutschland, Gesellschaft by Ramona on 30. Oktober 2009

„Das ist ein Skandal“, sagt ein Arbeitsrechtler zu der Blutentnahme von Bewerbern bei Daimler in der TAZ. Warum das ein Skandal ist und wie Sie sich vor derartiger Schnüffelei durch die Arbeitgeber schützen können, erfährst du im taz.de-Interview.

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Deutschland: Offene Datenbanken bei der Postbank

Posted in Datenschutz, Deutschland by Ramona on 30. Oktober 2009

Scheinbar scheren sich große deutsche Unternehmen einen Kehricht um den Datenschutz der Daten ihrer Kunden. Die Postbank lässt weiterhin munter externe Finanzberater, von denen sie bestimmt dafür Geld bekommt, an die Konten der Bankkonten, obwohl das ja gar nicht mehr gehen sollte. Warum sind wir nur von Bankstern umgeben?

Die Stiftung Warentest fordert alle Postbank-Kunden auf, schriftlich Auskunft zu verlangen, welche ihrer Daten zu welchem Zeitpunkt und für welchen Zweck genau weitergeleitet wurden. „Eine solche Anfrage muss die Postbank bearbeiten“, sagt Finanztest-Redakteur Lutz Wilde. Das sehe das Bundesdatenschutzgesetz vor. Außerdem sollte man explizit einer Weitergabe seiner Daten widersprechen, denn die Bank hatte gerne bei irgendeinem Formular diese Einwilligung untergeschoben. Der Datenschutzbeauftragte weisen darauf hin, dass die Einsicht von Kontenbewegungen selbst dann rechtswidrig ist, wenn Kunden eine Einwilligungsklausel zur Weitergabe ihrer Daten unterschrieben haben.

Besser wäre es wenn jeder dort sein Konto auflösen würde, eine andere Sprache verstehen Bankster nicht.

via TAZ (THX)

 

Schweiz: Schmieren statt malen – wegen strenger Polizei

Posted in Gesellschaft, Kultur, Schweiz by netzlinks on 30. Oktober 2009

beton
von Adrian Müller
Hausdurchsuchungen, DNA-Tests, beschlagnahmte Handys: Die Schweizer Städte kämpfen mit allen Mitteln gegen Schmierfinken, welche nicht einmal vor Kirchen halt machen. Pikant: Die Repression verstärke die Schmierereien gar, sagen Insider.

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Schmieren-statt-malen—wegen-strenger-Polizei-10935734

Weil bei einer Polizeikontrolle ein 19-jähriger, vorbestrafter Berner Spraydosen und Cannabis auf sich trug, starteten die Beamten das volle Ermittlungsprogramm: DNA-Test, Hausdurchsuchung, Fingerabdrücke. Zudem wurden Computer und Handy beschlagnahmt, schreibt der «Bund».

Na wenn das nicht ein vorbildliches Vorgehen der Polizei bei Verdacht auf Sachbeschädigung ist …

Und meine Frage und was haben Sie gefunden? Leider findet sich darüber nichts im Artikel.