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„The Hurt Locker“ vs. Bittorrent

Posted in International, Netzwelt, P2P, Ratatouille by Ramona on 14. Mai 2010

Mit einem Netto-Einspielergebnis von 16 Millionen Dollar wurde „Hurt Locker“ zum umsatzschwächsten Film, der je den Preis für den besten Film des Jahres bekommen hatte. Hätte dieser Film nicht 6 Oscars bekommen, hätte auch ihn links liegen lassen. Man muss ihn in der Tat nicht gesehen haben. Und das schlechte Einspielergebnis kann man natürlich auch auf einen reichlich miesen Vertrieb zurückführen. „The Hurt Locker“ wurde über zehn Monate nur auf Festivals gezeigt, bevor er in den USA seinen Kinostart erlebte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in einzelnen anderen Ländern bereits DVD-Releases, was seine ungewöhnlich frühe Verbreitung im P2P erklärt. In seinen ersten Wochen der Kinoverwertung ging der Film dann mit gerade einmal vier Kopien in den US-Vertrieb. Scheinbar hatte man selbst nicht an den großen Erfolg geglaubt. Nun will man das schlechte  Ergebnis mit einer massiven Abmahnwelle aufbessern. Mit Hilfe der auf P2P-Tracing spezialisierten Firma GuardaLey bereitet Voltage (die Vertriebsfirma des Films) derzeit eine Klagewelle bisher nicht dagewesenen Ausmaßes vor: 10.000 oder mehr Bittorrent-Nutzer, die den Film als Seed oder Leech weiterverbreitet haben, will Voltage in den nächsten Wochen mit Klagen bedrohen. Die werden schon bei Aussendung der ersten Abmahnung mit einem sogenannten Settlement-Angebot verbunden: Wer eine festgesetzte Summe zahlt, entgeht einer Klage. Rund 40% zahlen sofort.

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