Wir sind das Internet

Deutschland: Die Grenze ist immer noch da

Posted in Arbeitswelt, Deutschland, Ratatouille by Ramona on 20. März 2010

Auch nach 20 Jahren ist die innerdeutsche Grenze noch vorhanden. Nicht nur in den Köpfen der Menschen, sondern ganz real vor Gericht. Das gilt insbesondere für Berlin, denn die Stadt war in Ost und West geteilt. Wer bei einem Arbeitgeber im früheren Ost-Berlin arbeitet, kann Pech haben weil sein Arbeitgeber einem Tarifvertrag angehört der immer noch West und Ost unterscheidet. Also bekommt der Arbeitnehmer weniger Geld auch wenn dieser Arbeitnehmer im ehemaligen West-Berlin wohnt. Die Preise sind in Berlin überall gleich, nur die Entlohnung nicht unbedingt. Und noch alberner wird es wenn sich um solch eine Frage das Sozialgericht kümmert, denn manchmal geht inzwischen diese eigentlich nichtexistente Grenze mitten durch einen Arbeitsplatz.

Im konkreten Fall wurde einem Geschäftsführer einer Immobilien-Firma gekündigt, der beantragte ALG1 und war überrascht dass er 200 Euro weniger bekam als er sich ausrechnete. Also zog er vor das Sozialgericht und verlor, denn seine Ex-Firma liegt im ehemaligen Ost-Berlin. Nicht komplett, nur die Haupteingangstür liegt im Osten, der Rest im Westen. Aber für das Gericht zählt nur die Haupteingangstür, denn man hat in Berlin seit dem Mauerfall Gebäude neu gebaut. Niemand hat dabei auf die alte DDR/West-Berlin Grenze geachtet, wozu auch?

Im Sozialrecht ist das aber wichtig, weil dort die alte Grenzziehung noch gilt. Man sollte also bei einer Arbeitsstelle darauf achten das keinesfalls der Haupteingang im ehemaligen Ostteil Berlins liegt, denn das Argument des Klägers dass sein Schreibtisch im Westteil liegt und er nur einen Nebeneingang, der ebenfalls im Westteil liegt, genutzt hatte überzeugte das Gericht nicht.

Leider hat der Tagesspiegel, wo ich diese Information entnommen habe, kein Aktenzeichen angegeben, auch die Suche in der Juris-Datenbank war bisher erfolglos.

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Eine unglaubliche Geschichte

Posted in International, Ratatouille by Ramona on 20. März 2010

Eine unglaubliche Story geisterte gestern durch die Presse: Etwa fünf Hotelgäste sollen also arglos in dem Zimmer übernachtet haben, während die Tote im Bettkasten unter der Matratze lag. Das Reinigungspersonal will nichts bemerkt haben.Man darf wohl annehmen, dass die Budget Lodge in Memphis nicht gerade First-Class ist, vielleicht auch was die Reinigung angeht. Dass aber der Verwesungsgeruch einer Leiche so lange unbemerkt bleibt, obwohl sich Menschen in dem Zimmer aufhalten, kann ich mir nicht vorstellen.

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Augmented Reality: Ich sehe was, was du nicht siehst

Posted in Deutschland, Gesellschaft, Netzwelt by Ramona on 20. März 2010

Ende des 20-ten Jahrhunderts dachte man, die Realität verschwände irgendwann im Netz. Falsch: Das Netz integriert sich in die physische Welt. Mittels Augmented-Reality-Anwendungen ist es möglich, unsere Welt mit Informationen aus dem Internet anzureichern. Die Wirklichkeit erhält so eine zweite Ebene aus Informationen. Moderne Mobiltelefonen, ausgerüstet mit GPS, Kamera, Kompass und einem Augmented-Reality-Browser, sehen wo wir uns aufhalten und zeigen uns dazu passende Informationen an, beispielsweise die Geschichte eines Denkmals. Aber auch Angaben zu Personen aus sozialen Netzwerken oder Werbung lassen sich einblenden.Noch müssen wir uns dazu unser Telefon vor die Nase halten, doch in Zukunft könnten diese so genannten AR-Anwendungen auch in einer speziellen Brille laufen. Digitale und reale Informationen würden dann in unserem Sichtfeld zu einer Einheit verschmelzen. Schon prophezeien Experten, AR könnte die Art und Weise, wie wir uns in und über die Welt bewegen, grundlegend verändern. Denn schließlich beeinflusst das was wir sehen und über die Welt wissen, maßgeblich unser Verhalten.

In eigener Sache: Das war der vorerst letzte Elektrische Reporter in Form eines 10-minütigen Magazins. Es wird in jedem Falle weiter gehen mit der Berichterstattung aus Digitalien, in welcher Form genau, das skizzieren und beratschlagen wir gerade. [Mehr zum Thema: hier.] Tragen Sie sich einfach im Menü rechts in die Mailing-Liste ein oder schnappen Sie sich einen der RSS-Feeds um über den Neustart informiert zu werden. Bis dahin: Bleiben Sie uns gewogen!

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Dann wollen wir mal hoffen dass wir den Elektrischen Reporter bald wieder sehen.


Guten Morgen

Posted in International, YouTube by Ramona on 20. März 2010

We Will not go down by Michael Heart with german subtitle.