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Die Armutsindustrie

Posted in Arbeitswelt, Deutschland, Gesellschaft by Ramona on 19. März 2010

So ganz neu ist diese Reportage nicht, nämlich ca. 9 Monate alt. Aber selbst diese sinnlosen Arbeiten stehen inzwischen auf der Kippe da die Mittel dafür gesperrt wurden. Wie lange? Keiner weiß es. Da Deutschland eine blauen Brief von der EU erhalten hatte mit der Frage wie man die 1,7 Billionen Euro Schulden abzubauen gedenke, kann man nun bei dieser Bundesregierung sicher sein, wo man  Steuermittel einsparen wird.

Derzeit entsteht ein neuer Markt rund um Armut und Hartz IV bei denen viele abkassieren, nur nicht die Betroffenen selbst. Die Reportage von der Autorin Eva Müller zeigt auf, wie Geschäftemacher mit 1-Euro-Jobbern und „subventionierten Mitarbeitern“ viel Geld „erwirtschaften“ und die Menschen selbst weiterhin in Armut gehalten werden. Müller greift ein brisantes Thema auf, dass bislang in den öffentlichen Medien kaum behandelt wurde. Um so wichtiger, dass möglichst viele Menschen die Reportage sehen.Aus der Ankündigung: Florian Schneider ist arbeitslos und hat trotzdem jede Menge zu tun. Er nutzt einfach die Angebote, die sich für ihn und all die anderen, die ohne Arbeit leben, bieten: den Ein-Euro-Job beim privaten Träger, das kostenlose Bewerbungstraining, den Kurs zur gesunden Ernährung. All diese Einrichtungen geben Florian Schneiders Leben einen Rhythmus. Ob sie ihn wieder in Arbeit bringen ist fraglich, aber sie verdienen, oft vom Staat subventioniert, gut mit an seiner Misere.Ob in Braunschweig oder Berlin, in Bonn oder Stuttgart: „ARD-exclusiv“ erzählt, wie sich das Geschäft mit der Armut schleichend entwickelt. Die Zahl der Arbeitssuchenden ist einfach zu groß, und so verlässt sich der Staat immer mehr auf private Unternehmer, die Kurse anbieten, Praktika organisieren – für die aber auch jeder ‚Kunde‘, der wieder in Arbeit kommt, wirtschaftlich gesehen erstmal schlecht ist. Was hilft das alles Florian Schneider, der sich zwar ‚beschäftigt‘ fühlt, aber trotzdem kaum Chancen auf eine feste Stelle hat? Im Dunstkreis von Hartz IV entsteht: die Armutsindustrie.

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2 Antworten

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  1. Frank said, on 19. März 2010 at 13:33

    Muss man sich den beschäftigt fühlen? Da haben die Schulen wohl versagt, statt selbständig denkend und Handelnde Menschen zu schaffen, hat sie nickende Ja Sager gezüchtet

    • Ramona said, on 19. März 2010 at 16:52

      Hier geht es nicht um ein Gefühl, sondern darum was DU musst!
      Das ist gehorchen und dich dem Willen von 75% der Deutschen zu beugen.


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