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Berlin: Häftlinge werden zum Eis- und Schneeräumen eingesetzt

Posted in Deutschland, Gesellschaft, Ratatouille by Ramona on 11. Februar 2010

In Berlin hat der Winter ungewöhnliche Konsequenzen. Da die privaten Schneeräumdienste ihren Pflichten nicht nachkommen, werden Häftlinge vor öffentlichen Gebäuden und Plätzen zum Eis- und Schneeräumen eingesetzt. Diese Bereiche sind dann Sperrzonen.

Foto: Thilo Rückeis

Den Häftlingen zahlt man übrigens dafür mehr als Hartz IV Empfängern, nämlich bis zu 15 Euro am Tag. Und der Senat denkt über Maßnahmen nach. So möchte man eine Winterhotline, wie in Hamburg, einrichten. Man will tatsächlich private Firmen kündigen, welche den Winterdienst nicht korrekt ausführen. Das geht nicht, denn dann wären deren Geschäftsmodell gefährdet. Und man möchte tatsächlich Haltestellen und Fußgängerüberwege räumen. Das wird die Bürger überraschen. Überhaupt denkt man über neue Verordnungen nach, als wenn das Problem neu wäre. Schon viele Jahre, seit der Welle der Privatisierung, wird in dieser Stadt nicht mehr richtig geräumt.

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6 Antworten

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  1. schweizerkrieger said, on 11. Februar 2010 at 13:21

    Gewisse Hartz IV Empfänger hingen, sollten auch zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet werden können. Langzeitarbeitslose sowieso. Auch dann wenn sie Akademiker wahren.

    • Ramona said, on 11. Februar 2010 at 13:31

      Dann sollte man ihnen aber wenigstens so viel Geld geben wie den Häftlingen. Oder für eine Unterkunft sorgen, wie damals beim Arbeitsdienst im 3.Reich. Alternativ könnte man ja auch für eine richtige bezahlte Arbeit sorgen.

      • Anonymous said, on 11. Februar 2010 at 13:52

        Ich glaube man hat das deutsche Hartz IV Prinzip noch nicht verstanden:
        Die Kommune schickt einen Hart IV Empfänger zu eine Gartenbau-Firma. über die pflegt er einen Friedhof. Die Gartenbau-Firma wird ganz normal von der Kommune für diese Arbeit bezahlt. Nimmt sie einen Hartz IV Empfänger bekommt sie dafür Geld, wie viel hängt von dem Verhandlungsgeschick der Firma ab. Der Hartz IV Empfänger bekommt für diese Arbeit 1 bis 1,50 Euro die Stunde, vom Amt. Der Unternehmer wird seine Gartenbau-Mitarbeiter raus, denn die bekommt er ja kostenlos mit einer Prämie wieder.

        Der Steuerzahler zahlt also dafür mehr als wenn die Hartz IV Empfänder dort nicht arbeiten würden.

        Es gab eine Sendung im WDR wo gezeigt wurde dass es Hart iV Empfänger gibt die schon fast 5 Jahre zu solchen Konditionen bei solchen Firmen arbeiten. Jenseits der 50 hast du auch keine andere Wahl.

  2. Andre Chilcott said, on 11. Februar 2010 at 12:50

    Da sollte mensch sich einmischen und mit Lebensmitteln und Schnaps in diese Sperrzonen eindringen, um das Zeug an die Gesetzesbrecher verteilen zu können.
    Wer soll denn den planerischen Bereich für diese Knastiezwangsarbeit abdecken, die NPD?

  3. schweizerkrieger said, on 11. Februar 2010 at 12:05

    Das einsetzen von Häftlingen im Öffentlichern Dienst, ist in Amerika nicht Neu.

    • Theodor said, on 11. Februar 2010 at 12:32

      Das ist richtig, in einige Bundesstaaten der USA werden Häftlinge für gemeinützige Arbeiten eingesetzt. In Deutschland hat man dafür die Hartz IV Empfänger.

      In Berlin kommt es doppelt teuer, denn für diese Arbeiten haben ja schon private Unternehmen kassiert.


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