Wir sind das Internet

Der tiefe Blick in den Traffic – Das Ende der Netzneutralität

Posted in Datenschutz, International, Netzwelt, Zensur by Ramona on 20. Januar 2010

In Großbritannien will ein Provider nun Deep-Packet-Inspection gegen Filesharer einsetzen. Das kann in Deutschland auch so kommen.Grundsätzlich ist es nicht verboten, denn es gibt kein Netzneutralitätsgesetz. Es gab eine Zeit, da begriffen sich die Netzanbieter als reine Datentransporteure: Was immer die Kunden über das Internet empfangen oder senden wollten, sie durften es. Diese Phase des Netzverkehrs neigt sich dem Ende. Rechtlich steht dem zumindest auf EU-Ebene nichts entgegen: Eine scharfe Regelung zur Sicherung der Netzneutralität wurde bei der kürzlich stattfindenden Überarbeitung der Telekommunikationsgesetze nicht, wie von Aktivisten erhofft, umgesetzt. Auch DPI (deep packet inspection) ist nicht grundsätzlich verboten.Vielleicht gibt es jedoch Ansätze, es aus datenschutzrechtlichen Gründen zu untersagen. Da würde ich mir nicht viel Hoffnung machen, denn der britische Provider erklärte: „Die per DPI erfassten Kunden bleiben derzeit noch anonym“.

Derzeit? Wie geht das? Denn will man diese Kunden bestrafen, in dem man die Geschwindigkeit herunter setzt oder sie irgendwo meldet.

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5 Antworten

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  1. Andre Chilcott said, on 21. Januar 2010 at 09:33

    Dann geht es eben ernst weiter. Ernst wie Ernst Thälmann bin ich künftig bemüht, mich zu verhalten.
    Und meine persönlichen Daten sind gegen unzulässigen Gebrauch geschützt:
    Wer die Quersumme meines Geburtsdatums nicht binnen 23 Sekunden nach Kenntnisgewinn meiner persönlichen Datenflut als Administratorkennwort eingetragen hat, muss es
    a) zweitragen, oder
    b) dessen Rechner explodiert.

  2. […] This post was mentioned on Twitter by Mister, Joachim Rodriguez. Joachim Rodriguez said: Der tiefe Blick in den Traffic – Das Ende der Netzneutralität … http://bit.ly/5m4pSz […]

  3. Andre Chilcott said, on 20. Januar 2010 at 21:41

    High,
    im Zuge dieses Artikels zur Netznoitralitätsaufgabe, will auch ich die meinige Anonymität und die damit verbundene Noitralität aufgeben und etwaige Konsumenten dieses Beitrages (insbesondere Ramona) bitten, an Andre.Chilcott@t-online.de zu schreiben, wie wir eine Generalamnestie mit gleichzeitiger Umwandlung aller JVA’s in Schulen, Kindergärten, etc. am schnellsten erreichen.
    André

    das ist keine Spassguerilla Aktion!

    • Ramona said, on 20. Januar 2010 at 22:10

      Ich glaube nicht dass das notwendig ist, die liebe Bundesregierung kennt schon deine Daten und weiß auch damit etwas anzufangen.

      Die Forderung nach Auflösung der JVAs hat dir sicher schon einen festen Eintrag in eine der vielen Datenbanken gesichert. 🙂


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