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Berlin: Rolltreppe für Hartz-IV-Empfänger gesperrt

Posted in Arbeitswelt, Deutschland, Gesellschaft by Ramona on 20. Januar 2010

Es weht ein neuer Wind durch Berlin, Arbeitlose gehören der schmarotzen Unterschicht an und dürfen nicht mehr alles benutzen, Im Neuköllner Einkaufszentrum Kindl-Boulevard dürfen Hartz-IV-Empfänger auf dem Weg ins Jobcenter im ersten Obergeschoss die Rolltreppe nicht benutzen. Wer das Absperrband ignoriert, bekommt es mit den Wachleuten zu tun. Die Sicherheitsleute verweisen auf den Weg über die Steintreppe oder die Fahrstühle weit hinten. Begründung: Bei ihrer Ankunft im Obergeschoss könnten Hart-IV-Rolltreppenbenutzer in den Gegenverkehr geraten. Kunden des Einkaufzentrums haben aber keine Einschränkungen zu befürchten.

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6 Antworten

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  1. Andre Chilcott said, on 21. Januar 2010 at 11:36

    Eineindeutigkeit für Mathefeinde:
    Wenn etwas (eine Behauptung, ein Sachverhalt, eine Situation) eineindeutig ist, so ist es umkehrbar eindeutig.

  2. Andre Chilcott said, on 21. Januar 2010 at 11:31

    Da wurde leida etwas vom System verschluckt:

    Zeit ist absolut, wenn sie im Rahmen von, während der Freizeit stattfindenden Handlungen, wahrgenommen werden kann.
    Und Zeit wird auch absolut, wenn sie zur Erledigung wirklich wichtiger Dinge genutzt wird.

  3. Andre Chilcott said, on 21. Januar 2010 at 11:26

    >somit hat der Mensch mehr Zeit für die wirklich wichtigen DingeWas waren die Versprechen der technischen Neuerungen?
    Mehr Freizeit und weniger Arbeit? <

    Da wird eineindeutig der 'eigentliche' Systemfehler deutlich:

    Mit dem Setzen der Erhöhung von Löhnen als Verhandlungsziel wird versucht, das menschentypische Streben nach einer Sinneligalisierung von Arbeits- und Freizeit zu behindern. Dem Lohnempfänger wird suggeriert, dass er mit Geld einen Ersatz für die vertane Freizeit sich zu organisieren in der Lage ist.

  4. Andre Chilcott said, on 20. Januar 2010 at 21:27

    Also wirklich, da können die Rollis ihre fetten Behindertenzuschläge auf dem schnellstem Weg zum Amt im Kindl-Boulevard loswerden, und was ist der Dank?


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