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Abenteuerreisen: Luxusschiffe ankern vor Haiti

Posted in International, Ratatouille by Ramona on 18. Januar 2010

Während die Menschen in Port-au-Prince um das Überleben kämpfen oder sterben legen nur knapp hundert Kilometer vom Epizentrum des Bebens Luxusschiffe am türkisfarbenen Privatstrand Labadee Beach an. Am Freitag ankerte die Independence of the Seas mit ihren gut 4000 Plätzen, in den nächsten Tagen wird die Navigator of the Seas mit gut 3000 weiteren ankommen. Royal Caribbean International hat mit der Regierung Haitis einen Pachtvertrag für eine eigene Halbinsel mit fünf Stränden. Dort können die Gäste sich beim Wassersport oder auch beim Shoppen vergnügen. Dieser Vertrag muss natürlich von Haiti eingehalten werden und die Halbinsel mit allen Luxusgütern versorgt werden.

Die meisten Passagiere lassen sich von dem Elend auf Haiti nicht beeindrucken, „Ich komme am Donnerstag an und habe vor, meinen Ausflug und die Zeit am Strand zu geniessen“. Andere machen sich eher Sorgen um ihren Besitz falls verzweifelte Haitianer in das Resort einbrechen. Aber immerhin hat Royal Caribbean International versichert man werde die Einnahmen in Labadee für die Zeit der Katastrophe den Hilfsorganisationen übergeben und ausserdem eine Million Dollar spenden. Als makaber  empfinde ich es trotzdem dass man nicht auf dieses Ziel für Kreuzfahrten verzichten konnte.

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3 Antworten

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  1. Theodor said, on 20. Januar 2010 at 19:05

    Aha, der Spiegel hat das Thema auch entdeckt: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,673033,00.html

    Und ganz große Klasse man zahlt Haiti 6 Dollar für jeden Touristen, ansonsten schirmt man sich ab:

    Ein hoher Zaun und bewaffnete Sicherheitskräfte sorgen in Labadee von jeher dafür, dass Kreuzfahrtgäste ungestört schnorcheln oder Jetski fahren können.

    Haiti im Zoo erleben, genau das ist es.

  2. Teamworker said, on 18. Januar 2010 at 21:13

    Und die Halbinsel blieb den Schwarzen schon immer verschlossen, die hätten eh nur gestört, die sollte man nach dem Senegal deportieren, wo sie vor Jahrhunderten als Arbeiter in den Zuckerrohrfelder angeworben wurden.

    Ich bin mir aber nicht sicher ob nun noch Weisse dort wohnen möchten.


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