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Schweiz: Die Rache des Bankers

Posted in Arbeitswelt, International, Schweiz by Ramona on 16. Januar 2010

Heute ist es ja eine allgemeine Vorgehensweise wie man mit älteren Mitarbeitern umgeht und da macht man auch bei Schweizer Banken keine Ausnahme. Ein Mann war seiner Arbeitgeberin, einer Grossbank in Zürich, über Jahrzehnte treu ergeben gewesen, hatte als Abteilungsleiter auch ein paar Kollegen unter sich, in der besten Zeit einen Bonus von 35.000 Franken kassiert und gute Arbeitszeugnisse. Das änderte sich aber 2004. Im Rahmen von Umstrukturierungen wurde ihm nicht nur ein relativ junger Chef vor die Nase gesetzt. Er als Dienstältester wurde zuletzt zum Gespräch geladen und bekam einen „Alibi-Job“. Er verfasste Reporte und Kommentare, die ungelesen in Ordnern verschwanden. Kein Mensch interessierte sich für das, was er tat. Besonders gravierend: Nicht einmal die Revision interessierte sich für das interne Sonderkonto für bankinterne Transaktionen, welches der Mann betreute.

Und so fiel es auch fünf Jahre nicht auf, dass der Bankangestellte exakt von diesem Konto insgesamt 618.580 Franken auf ein Postfinance-Konto transferierte. Erst nach langer Zeit fielen die hohen Überweisungsbeträge auf, und sie wollte vom Banker wissen, woher das Geld stammt. Da ging der Mann zur Personalabteilung und legte ein Geständnis ab.

Mit der Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu 30 Franken zeigte sich das zuständige Bezirksgericht milde gestimmt. 250.000 Franken befanden sich noch auf dem Konto, aber dennoch darf er eine Menge zurück zahlen, auch wenn man sein Pensionsanspruch von 100.000 Franken berücksichtigt. Also ging es nicht nur um Rache, sondern auch um Geld.<

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2 Antworten

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  1. Teamworker said, on 17. Januar 2010 at 21:36

    Mir ist wirklich unklar was Du uns damit sagen willst.

    Dass man hätte erkennen müssen wenn man einen langjährigen Mitarbeiter wie Abfall behandelt, dieser dann auch durchknallen kann?

  2. Friedrich B. Junge (Fritz) said, on 17. Januar 2010 at 19:18

    Der Umgang mit dem Nächsten, der Umgang mit Geld. Ist schon einmal Jemandem aufgefallen, in den letzten Jahrhunderten hat sich und wird sich nichts ändern. Sogar ein Jahre langes Thema für Comedy etc. .
    Es werden hier nicht private Verflechtungen der Mitarbeiter erwähnt. Hintergrund der alten menschlichen Verhaltensweisen. Auch in Medien gibt es Dinge die auffallen sollen, oder eben nicht. Wie beseitige ich den Anderen, welchen Vorteil verschafft es dem Einzelenen. Aber hier kann man keine Regeln aufstellen, sonst würde man ja den heute noch mehr betonten Individualismus im Keim ersticken. Und die unbedingt benötigte Vorraussetzung des Daseins des Managerwesens unterbinden. Jeder Manager vollzieht den tausende von Jahren entstandenen Prozess, mein Erfolg. Auch in den kleinsten Kleingärtenvereinen ist dieses leider menschliche Verhalten zu sehen.


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