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Der Abmahnwahn in Deutschland

Posted in Deutschland, Gesellschaft, Netzwelt by Ramona on 17. November 2009

Das es sich um ein neues Geschäftsmodell beim Abmahnwahn handelt wurde ja schon immer vermutete, seit sich Frau Redselig verplappert hatte.  Nun ist (bei WikiLeaks und gulli.com) nämlich – endlich – ein Dokument aufgetaucht, welches das fragwürdige Fundament ihres Geschäftsmodells zu belegen scheint – zumindest, was die ja immer in stattlicher Höhe geltend gemachten Anwaltskosten betrifft.

Der IT-Experte Rechtsanwalt Thomas Stadler hat das genauer unter die Lupe genommen:

Abschließend noch ein Schwenk vom Konkreten zum Allgemeinen. Derartige „Geschäftsmodelle“ wie sie von Digiprotect und der Kanzlei Kornmeier praktiziert werden, sind nur deshalb möglich, weil der Gesetzgeber durch eine Neuregelung des Urheberrechts einen fragwürdigen Auskunftsanspruch (§ 101 Abs. 9, Abs. 2 UrhG) geschaffen hat, dem einige Gerichte, insbesondere das Landgericht Köln, im Wege automatisierter Massenverfahren nachkommen.

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Eine Antwort

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  1. Ramona said, on 17. November 2009 at 22:29

    Für den Abgemahnten haben diese Erkenntnisse keinen Vorteil, denn es ist zu vermuten dass das Fax bei Wikileaks kaum vor dem LG Köln anerkannt wird.


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