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Michael Fiola und die Kinderpornos auf seinem Laptop

Posted in Arbeitswelt, Computer, International by Ramona on 11. November 2009
Fiola

Michael Fiola und Frau

Es wird erneut über diesen Fall berichtet, zuerst vor ca. 18 Monaten und seit 8.11.2009 geht die Geschichte erneut durch die Medien. Auf dem Laptop von Regierungsmitarbeiter Michael Fiola vom Commonwealth of Massachusetts wurden 2007 Kinderpornos entdeckt. Angeblich stammen die nicht von ihm, das glaube ich erstmal. Er ist seinen Job losgeworden, es hatte ihm viel Geld und Nerven gekostet. Er ist gesellschaftlich geächtet und im Juni 2008 wurde wurde die Anklage gegen Fiola aufgrund mangelnder Beweise endlich fallen gelassen. Dem Mann hätten sonst bis zu zweieinhalb Jahre Gefängnis gedroht. Nun schreibt man, das ihm 5 Jahre Gefängnis gedroht hätten.

Wie konnte es dazu kommen? Zur Zeit schreibt man das Viren diese KiPo auf seinem Firmen-Laptop geladen hätten. Theoretisch ist es möglich das eine Schadsoftware so etwas macht. Eine forensische Expertin das Laptop zum zweiten Mal im Frühjahr 2008 untersuchte, kam es zur Wende in dem Fall: Die Expertin fand heraus, dass bei dem Laptop der Microsoft System Management Server (SMS) außer Kraft gesetzt war, genau wie Anti-Malware-Programme. Viren und anderes digitales Ungeziefer waren auf dem Laptop gelandet und hatten die Bilder mit Kinderpornografie über das Netz auf Fiolas Rechner geladen.

Eine merkwürdige Geschichte die nicht ganz schlüssig erscheint. Warum sollte man eine Schadsoftware programmieren welche KiPo auf einen fremden Rechner lädt? Als Zwischenlager? Meist will man doch nur das Beste von diesen Computernutzern, nämlich ihr Geld. Denkbar ist doch nur das man jemanden mit solch einem Material schädigen oder beseitigen möchte. Und ginge doch einfacher wenn der böswillige Zeitgenosse aus dem lokalen Netz ist. Das könnte ebenso jemand sein der sich direkten Zugang zu dem Laptop verschafft.

Woher nimmt man also die Sicherheit wie das geschah? Das man Logfiles kontrollieren kann scheint niemanden in den Sinn gekommen sein. Und das man bei dieser Behörde SMS einsetzte lässt doch eine ziemlich umfangreiche Kontrolle zu (Backdoor). Ach ja, SMS war ja abgeschaltet, von wen auch immer. Aber eigentlich müsste das ja einem SysAdmin bei den Reports auffallen. Oder war das der Grund warum man sich seinen Laptop genauer ansah?

Da sind viele Fragen offen und die Medien bringen da keine Klarheit. Aber ich bin ja auch kein Windowsexperte, weil ich Windows nicht nutze.

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2 Antworten

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  1. Polymaer said, on 11. November 2009 at 23:02

    Die Unschuldsvermutung gilt zum Beispiel bei der Abmahnung bei UrhG in Deutschland nicht mehr. Man ist immer schuldig wenn es der Rechteinhaber sagt oder man riskiert einen Prozess mit mehreren tausend Euro als Einstieg. Also zahlen die meisten die paar hundert Euro, auch wenn sie nichts illegales gemacht haben.

    Das dient der Wirtschaft und dem Rechtssystem.

    Nur wo bleibt die Gerechtigkeit?


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