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E-Book-Ausleihe im EPUB-Format

Posted in Gesellschaft, International, Kultur, Netzwelt by Ramona on 15. Oktober 2009

An sich ist das ja ein feine Sache und ich hatte es mal im vorigen Jahr benutzt. Der Nachteil für mich: Man benötigt Windows, nun kommt aber diese OS auf keinen meiner Rechner.

In Zusammenarbeit mit der Münchner Stadtbibliothek und der Firma Adobe arbeiten wir intensiv daran, dass E-Books und E-Paper in Zukunft auch von Linux-Nutzern uneingeschränkt genutzt werden können. Auch für das Ausleihen audiovisueller Medien sind wir aktiv auf der Suche nach Lösungen für Apple und Linux.

Die Online-Plattform Onleihe will zum ersten November E-Books auch im Format EPUB anbieten. Bibliotheken können darüber digitale Inhalte genauso verleihen wie echte Bücher, rund 130 Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen bisher das Angebot.

Über die von der Divibib GmbH betriebenen Plattform können Bibliotheksmitglieder Musik, Videos und E-Books digital ausleihen, mit Texten funktionierte das bislang nur im PDF-Format. Die Unterstützung von EPUB hat zwei Vorteile: Einerseits gibt es in Deutschland dafür ein größeres Angebot an Bestsellern, andererseits taugen sie in der Regel besser für mobile Geräte wie E-Book-Reader. Laut dem bibliothekarischen Direktor bei DiViBib, Christian Hasiewicz, bietet der Dienst rund 32.000 verschiedene Lizenzen an.

Dabei handle es sich vorwiegend um „topaktuelle sowie neueste Titel“, sagt Hasiewicz und verweist auf das Buch „Die Atemschaukel“ der frischgebackenen Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Freie Inhalte, etwa vom Projekt Gutenberg bereitgestellte Texte, lassen sich über Onleihe noch nicht beziehen. Man überlege jedoch, diese Bücher als möglichen Mehrwert zu integrieren.

Die E-Books sind mit Adobe DRM versehen und lassen sich mit PC-Software wie Adobe Digital Editions oder kompatiblen Lesegeräten wie Sony Reader, Cybook Opus oder Hexaglot N518 anzeigen. Mit dem Amazon Kindle funktioniert der Dienst jedoch nicht. Zum Verleihen von Büchern für Besitzer von E-Book-Lesegeräten nutzt Onleihe bislang den Umweg über einen mit dem Internet verbundenen PC. Mittelfristig werde sich das ändern, prognostiziert Christian Hasiewicz: Das sei „Steinzeittechnologie“, die von Mobilfunkmodellen abgelöst werden wird.

Um digitale Inhalte per Internet herunterladen zu können, müssen Leser bei einer realen Bibliothek angemeldet sein. Per DRM wird die Nutzungsdauer der virtuell geliehenen Bücher begrenzt. Jede Lizenz kann nur von einer Person benutzt werden; ist das Buch verliehen, muss der nächste Interessent warten. Der Vorteil zur klassischen Ausleihe: prinzipedingt können Leihfristen nicht überzogen werden. Beim Thema Fernleihe hört die Analogie zur realen Welt jedoch auf, denn Bibliotheken können digitale Lizenzen nicht untereinander austauschen.

Eine Konkurrenz zur klassischen Bibliothek will Onleihe nicht sein, sagt Hasiewicz. Vielmehr wolle man die 80 Prozent der Deutschen erreichen, die bislang keine regelmäßigen Bibliotheksgänger sind. Nur glaube ich nicht das diese 80% überhaupt ein Buch ausleihen würden. 🙂

via Heise (THX)

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2 Antworten

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  1. ojay17 said, on 15. Oktober 2009 at 19:20

    Ein freies PDF-Format ist im nu im Netz verteilt. Das möchte man ja nicht.

    Ich hätte mich ja mit der Sache noch anfreunden können, aber voriges Jahren waren 10-14 Tage Leihzeit, ziemlich kurz wie ich meine.

    Und dann noch die absolut peinliche Registration bei Adobe 😦


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